Harz Energie und Stadtwerke Bad Harzburg beteiligen sich an Waldwindpark in Biebersdorf



Osterode am Harz/Bad Harzburg, 19. Oktober 2011

Die Harz Energie GmbH & Co. KG  und die Stadtwerke Bad Harzburg GmbH haben sich über ihre Beteiligungen an der Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG an einem Windpark beteiligt. Die Anlage wird in Biebersdorf am Nordrand des Spreewaldes in Brandenburg errichtet. „Biebersdorf ist für uns ein Meilenstein und der erste Schritt in die Richtung eines bundesweiten Engagements in erneuerbare Energien“, so Dr. Hjalmar Schmidt, Geschäftsführer der Harz Energie.

14 Windkraftanlagen der Firma Vestas Deutschland GmbH mit einer Gesamtleistung von 28 MW werden bis Ende des Jahres auf einem Projektgebiet in einem Kiefernwald errichtet. Der erste Spatenstich erfolgt noch in dieser Woche. Der Windpark kann circa 15.600 Haushalte mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 4.000 kWh pro Jahr versorgen. Die geplante Stromproduktion liegt bei 62,4 Millionen kWh pro Jahr. Jährlich können durch den Windpark circa 50.000 Tonnen CO2 - Emissionen im Vergleich zur Stromproduktion mit Steinkohlekraftwerken eingespart werden.

Waldstandorte für Windparks sind erst seit circa zwei Jahren wirtschaftlich zu betreiben, seitdem der 125 Meter hohe Windturm Standard und damit marktfähig wurde. Bei der vorherigen maximalen Standardturmhöhe von 105 Metern fing der Wald zu viel Wind ab, um die Anlage rentabel zu bewirtschaften. In der Regel befinden sich Waldstandorte für Windkraftanlagen in Kiefernwäldern, die weder für den Naturschutz noch für die Forstwirtschaft von besonderer Bedeutung sind und zudem von den Bewohnern weit entfernt liegen. „Für unsere Projektentscheidung war über die Wirtschaftlichkeit hinaus vor allem wichtig, dass auch die Akzeptanz vor Ort für das Projekt vorhanden ist“, betont Dr. Kay Dahlke, Geschäftsführer der Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG.

Thüga Erneuerbare Energien

Die Thüga Erneuerbare Energien ist von der Harz Energie und den Stadtwerken Bad Harzburg mit 16 weiteren Unternehmen der Thüga-Gruppe gegründet worden und hat Anfang des Jahres ihr operatives Geschäft von Hamburg aus aufgenommen. Bis Ende 2020 will das Unternehmen eine Milliarde Euro in Erneuerbare Energien investieren. Der Investitionsschwerpunkt dabei liegt auf der Windkraft, die in Deutschland gegenwärtig das größte Potential hat. „Wind wird beim weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien eine entscheidende Rolle spielen“, so Schmidt. Der Anteil der Windkraft an dem Bruttostromverbrauch lag 2011 im ersten Halbjahr bei 7,5 Prozent und ist damit gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 um 13 Prozent gestiegen.

Hintergrund

Die Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG ist ein Gemeinschaftsunternehmen von mehreren Gesellschaften der Thüga-Gruppe. Das Unternehmen investiert in Projekte zur regenerativen Energieerzeugung mit Fokus auf Deutschland. Ziel des Unternehmens ist die Bündelung von Know-how und Kapital, um so in den nächsten Jahren die eigene Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen auszubauen. Alle Unternehmen sind als Minderheitsgesellschafter an der Thüga Erneuerbare Energien beteiligt. Mehr Infos unter http://ee.thuega.de

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