Wasserleitungen und Wasserzähler vor dem Einfrieren schützen



Osterode am Harz, 1. November 2012

Mit einem ungewöhnlich frühen Wintereinbruch endete der Oktober. Dass einige Tage zuvor noch Wärmerekorde vermeldet wurden, zeigt wie unberechenbar das Wetter ist. Wer keine bösen Überraschungen riskieren möchte, schützt sein Heim frühzeitig vor Kälte und Frost. Denn trotz aller Warnungen kommt es immer wieder zu unangenehmen und teuren Frostschäden an Wasserleitungen und Wasserzählern. Das lässt sich vermeiden.

„Wasserleitungen im Außen- und Kellerbereich müssen vor dem Einfrieren geschützt werden“, rät Dipl.-Ing. Axel Baum, verantwortlich für die Trinkwasserversorgung bei der Harz Energie Netzgesellschaft. „Am besten man beginnt schon im Spätherbst damit, alle Leitungen in Gärten, Garagen und Ställen abzusperren und vollständig zu entleeren. Damit vermeidet man Beschädigungen oder sogar das Platzen der Leitungen. Wichtig ist, dass die Hähne der entleerten Leitungen geöffnet bleiben, um ein Anfrieren der Dichtungen und ein Platzen der Armaturen zu verhindern.“

Auch innerhalb von Gebäuden, zum Beispiel in Keller- und Abstellräumen, besteht Gefahr. Häufig führt Zugluft dazu, dass der Wasserzähler einfriert, obwohl der Raum selbst beheizt ist. Deshalb empfiehlt Baum, im Winter alle Kellerfenster und -türen zu schließen, notfalls abzudichten. Für Abhilfe kann auch das Abdecken und Umwickeln der frostgefährdeten Leitungsteile mit Isolierstoffen wie Glaswolle oder Schaumstoff sorgen. Außerdem sollte man die Heizung nie ganz ausschalten, damit das Wasser immer zirkulieren kann.

Ist die Leitung erst einmal zugefroren, ist guter Rat oft teuer. Auf keinen Fall darf zum Auftauen offenes Feuer verwendet werden. Besser geeignet ist ein Heizlüfter oder ein heißer Fön. Auf keinen Fall sollte die Auftautemperatur Handwärme übersteigen. Doch auch wenn dadurch der Frost in der Leitung beseitigt werden kann, ein Wermutstropfen bleibt: Der Wasserzähler muss anschließend in jedem Fall ausgewechselt werden. Die Kosten dafür hat der Hauseigentümer zu tragen.

Die Wasserleitungen im öffentlichen Bereich sind dagegen gut geschützt. Sie werden frostsicher in einer Tiefe von 1,50 Metern verlegt.

 

 

Wasserleitungen und Wasserzähler sollten stets winterfest gemacht werden, sonst drohen Frostschäden.

 

 

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