Netzkartierung in Braunlage wird vervollständigt



Osterode am Harz, 9. Mai 2012

Die Harz Energie Netzgesellschaft vervollständigt das digitale Leitungskataster für Strom in Braunlage. Ab 14. Mai sind Techniker des Unternehmens unterwegs, um die Daten lückenlos aufzunehmen.

Fast 4.600 Kilometer Kabel umfasst das Stromnetz, dass von der Harz Energie Netzgesellschaft betreut wird. Damit ließe sich Moskau mit Lissabon verbinden – eine Leitung also quer durch ganz Europa legen. Und fast jeder einzelne Zentimeter davon ist detailgetreu kartiert.

Jetzt sollen auch die fehlenden Abschnitte genau unter die Lupe genommen werden, damit sich das gesamte Leitungsnetz lückenlos darstellt. Warum ist das wichtig? „Für die Planauskunft, den schnellen Zugriff bei Schäden etwa, aber auch bei privaten Baumaßnahmen“, sagt Werner Coordes, verantwortlich für Technische Dokumentation. „Wer eine Garage bauen oder einen Gartenzaun gründen will, muss schon genau wissen, wo die Leitungen verlaufen.“

Dafür werden Mitarbeiter der Netzgesellschaft ab 14. Mai die Leitungen in Braunlage mit Hilfe eines Tonfrequenzgenerators einmessen. Direkt am Hausanschluss wird ein zangenähnlicher Sender angelegt und ein Ton auf die Stromleitung geschickt. Den wiederum kann ein Empfangsgerät orten. So kann der Verlauf der Leitung verfolgt, markiert und mit einem Lasergerät vermessen werden.

Damit die Kunden nicht Betrügern Tür und Tor öffnen, weist die Harz Energie Netzgesellschaft darauf hin, dass sich die Mitarbeiter durch einen Betriebsausweis legitimieren können. Diesen sollte man sich immer zusammen mit dem Personalausweis zeigen lassen und beide Dokumente in Ruhe prüfen. 

 
 

Bei der Netzortung werden auch tief in der Erde liegende Kabel aufgespürt.

 

 

 

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