Gesetzliche EEG-Umlage beim Strom steigt



Osterode am Harz, 19. November 2010

Erdgaspreise stabil – Gesetzliche EEG-Umlage beim Strom steigt

Gute Nachricht für Erdgaskunden von Harz Energie: Die Erdgaspreise bleiben mindestens bis zum Ende der Heizsaison stabil. Beim Strom dagegen wirkt sich die Anhebung der gesetzlichen Umlage aus dem Erneuerbaren Energie-Gesetz (EEG) preissteigernd aus.

Über die EEG-Umlage werden die Mehrkosten für die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien bundesweit auf alle Stromkunden umgelegt. Die von den Übertragungsnetzbetreibern ermittelte Umlage steigt für 2011 um brutto 1,76 Cent je Kilowattstunde (kWh), weshalb auch Harz Energie zum 1.1.2011 ihre Strompreise anpassen muss. Die Preiserhöhung fällt mit durchschnittlich 1,55 Cent je kWh allerdings niedriger aus, weil sie durch Kosteneinsparungen abgefedert werden konnte.

Für einen Single-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 1.500 kWh erhöhen sich die monatlichen Stromkosten damit um 2,15 Euro, eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh muss mit Mehrkosten von 4,57 Euro im Monat rechnen.

Die Zählerstände müssen die Harz Energie-Kunden zum Jahresende nicht ablesen. Die Abgrenzung des Verbrauchs erfolgt maschinell. Alle Kunden werden zudem schriftlich über die aktuellen Veränderungen informiert.

 

Hintergrund

EEG-Umlage

Die Abkürzung EEG steht für das Erneuerbare-Energien-Gesetz.  Dieses soll die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen, zum Beispiel Solar-, Wind- oder Wasserkraft, Biomasse oder Deponiegas, fördern.

Anlagenbetreiber, die Strom auf  Basis erneuerbarer Energien produzieren, erhalten für die ins Netz eingespeiste Energie eine feste Vergütung. Diese ist je nach Energiequelle unterschiedlich hoch. So erhält ein Anlagenbetreiber zum Beispiel für eine eingespeiste kWh Strom aus einer Wasserkraftanlage aktuell bis zu 12,67 Cent, bei einer Fotovoltaikanlage bis zu 34,05 Cent. Die Mehrkosten werden als so genannte  EEG-Umlage über die Stromrechnung auf alle Stromkunden umgelegt. Dem Anlagenbetreiber wird die Vergütung, die zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gilt, für einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert. 

 

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Die Kosten für Energiebeschaffung, Vertrieb und Service bestimmen den Strompreis einer Familie mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh zu etwa 32 Prozent. Der weitaus größere Teil, 68 Prozent, sind staatliche Abgaben und regulierte Netzentgelte. Rund 44 Cent von jedem Euro, den Haushaltskunden zahlen müssen, verschlingen Mehrwertsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe sowie die Umlagen aufgrund des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes und des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).
Alle staatlichen Steuern und Abgaben für Stromkunden werden sich nach aktuellen Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft auf voraussichtlich rund 16,9 Mrd. Euro im Jahr 2010 (2009: 14,3 Mrd. Euro) summieren. Die  Steuerbelastung der Kunden hat sich damit seit der Liberalisierung des Strommarktes 1998 verachtfacht. Die Mehrwertsteuer ist dabei noch nicht berücksichtigt.

 

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