Harz Energie Netz weiht neue Leitstelle in Osterode ein


Osterode am Harz, 26. August 2013

Nach zweijähriger Bauzeit weihte die Harz Energie Netz GmbH jetzt ihre neue Netzleitstelle am Hauptsitz in Osterode am Harz ein. Rund eine Million Euro hat der regionale Netzbetreiber in den Neubau investiert.

„Das war nicht einfach“, blickt Ulrich Diestel zurück. „Wir konnten die alte Leitstelle ja nicht einfach abschalten, sondern die Technik nur Schritt für Schritt umschalten. Außerdem musste die ständige Überwachung gewährleistet werden.“ Gemeinsam mit Dirk Schaper leitet er die Geschäfte des Unternehmens. „Wir mussten abwägen zwischen der Sanierung des Altbaus oder einem Neubau. Der Neubau war letztendlich die preiswertere Alternative“, so Diestel. Im Spätsommer erfolgte der erste Spatenstich, der Rohbau stand nach einem Jahr. Etwa die gleiche Zeit war notwendig, um die gesamte Technik und die Leitstellen-Software zu integrieren. „Wir haben solide und funktional gebaut, haben alles was notwendig ist – jedoch keine vergoldeten Wasserhähne“, so Diestel.

Eine Netzleitstelle existiert an der Lasfelder Straße in Osterode seit über drei Jahrzehnten. Von dort aus werden die Strom-, Erdgas- und Trinkwassernetze für mittlerweile rund 280.000 Menschen überwacht. Dafür sind acht Mitarbeiter 365 Tage im Jahr rund um die Uhr im Einsatz. Im Dreischichtbetrieb übernehmen sie die Führung und Überwachung der Netze sowie die Steuerung der Netzeinspeisungen. Außer für die Muttergesellschaft, die Harz Energie GmbH & Co. KG, ist die Netzgesellschaft Dienstleister für elf weitere Stadtwerke und Energieversorger – zum Beispiel in Ansbach, Bovenden, Munster-Bispingen, Northeim und Stade. Fällt hier der Strom aus, ist ein Wasserrohr defekt oder hat die Gasleitung ein Leck, orten die Mitarbeiter der Harz Energie Netz die Fehlerquelle und informieren den örtlichen Bereitschaftsdienst. „Nach Alarmierung dürfen nicht mehr als 30 Minuten vergehen, bis die Mitarbeiter vor Ort sind“, sagt Gerd Mührenberg, verantwortlicher Mitarbeiter für Zähler- und Messtechnik. Insgesamt könnten sie 17.900 mögliche Meldungen entgegen nehmen. 

Neben der Störungsannahme und Fehlerortung wird die Leitstelle auch bei Routineaufgaben aktiv. Wenn Monteure an bestimmten Anlagen tätig werden, muss beispielsweise der Strom abgeschaltet werden. Der Kunde bekommt von alldem nichts mit. Die Stromversorgung für Haushalte, Gewerbebetriebe und Großkunden wird dann durch Netzumschaltungen gewährleistet. 

Von der Netzleitstelle aus wird eine Fläche von 2.100 Quadratkilometern überwacht. 5,2 Millionen Kubikmeter Wasser, 3,6 Milliarden Kilowattstunden Erdgas und 1,1 Milliarden Kilowattstunden Strom fließen durch die Leitungen. Dass diese Netze zu den zuverlässigsten bundesweit zählen, bestätigte jetzt auch wieder die Bundesnetzagentur. Darauf ist Diestel stolz: „Unser Versorgungsnetz ist absolut zuverlässig. Dafür investieren wir kontinuierlich.“ Allein in den vergangenen fünf Jahren investierte die Netzgesellschaft rund 40 Millionen Euro. Hinzu kommen die Ausgaben für Instandhaltung.

Ulrich Diestel (Geschäftsführer), Thomas Preiß (Leiter Netzmanagement), Dirk Schaper (Geschäftsführer, alle Harz Energie Netz) im Gespräch mit Klaus Becker (Bürgermeister Stadt Osterode am Harz) (v. l.).

Rund um die Uhr überwachen Mitarbeiter der Harz Energie Netzgesellschaft im Dreischichtbetrieb die Leitungsnetze und Anlagen für Erdgas, Strom und Trinkwasser. Störungen können so umgehend erkannt und behoben werden.

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