Bürger und Harz Energie gründen Gesellschaft für Windprojekt Hattorfer Berg


Hattorf am Harz/ Osterode am Harz / Schwiegershausen, 31. März 2015

Am Freitag, 27. März, unterzeichneten Vertreter der Windenergie Hattorf GbR, der Windenergie Schwiegershausen GbR und der Harz Energie GmbH & Co. KG den Vertrag zur Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft. Ziel ist es, gemeinsam mit Bürgern einen Windpark zwischen Hattorf und Schwiegershausen zu erwerben. Dafür will die Gesellschaft rund 16 Mio. Euro investieren.

Es ist geplant, die sechs vorhandenen  Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 2,8 MW oberhalb der Mülldeponie des Landkreises Osterode am Harz abzubauen und durch leistungsstärkere Anlagen zu ersetzen.

An gleicher Stelle sollen modernste Windenergieanlagen vom Typ Enercon E-115 errichtet werden, die speziell für Binnenstandorte mit mäßigen Windgeschwindigkeiten ausgelegt sind. Die geräuschoptimierten Windräder haben eine Leistung von insgesamt 18 MW und sollen nach einem Windgutachten jährlich ca. 40 Mio. Kilowattstunden Strom erzeugen. Damit lassen sich rund 10.000 Haushalte für ein Jahr mit Strom versorgen.

Die Inbetriebnahme des Windparks soll noch 2015 erfolgen. Drei der sechs neuen Windräder kann dann die neu gegründete Gesellschaft erwerben. Die anderen wird der niedersächsische Hersteller Enercon selbst betreiben. Die Finanzierung des Anteils der regionalen Gesellschafter soll über ein Konsortium aus Volksbank im Harz eG, Sparkasse Osterode am Harz und Bremer Landesbank erfolgen.

Ende Mai werden die alten Anlagen abgebaut. Schon jetzt beginnen die Vermessungsarbeiten und der Bau neuer Zuwegungen. Die Montage der neuen Anlagen und die Kabelanbindung an das Stromnetz der Harz Energie Netz GmbH erfolgen zwischen Juni und Oktober. Nach Test und Abnahme sollen die Windräder anschließend schrittweise in Betrieb gehen.

Zu Geschäftsführern der neu gegründeten Gesellschaft wurden Wolfgang Reehuis (Windenergie Hattorf GbR), Wilhelm Sonntag (Windenergie Schwiegershausen GbR) und Marko Schmidt von der Harz Energie GmbH & Co. KG bestellt.

„Die positive Resonanz bei den Bürgern hat unsere Erwartungen weit übertroffen. Das Projekt ist ein Musterbeispiel für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Bürgern mit ihrem regionalen Versorger und den Banken vor Ort“, sagt Wolfgang Reehuis. „Mit dem neuen Bürgerwindpark schreiben wir eine Erfolgsgeschichte fort“, ist er sich sicher.

Wilhelm Sonntag, Initiator des ersten Bürgerwindparks in Schwiegershausen, ist vom Windprojekt Hattorfer Berg überzeugt: „Alle Beteiligten – Bürger, Versorger, Projektierer, Banken, Politik und Kommunen – haben von Anfang an an einem Strang gezogen. Mit der Harz Energie als strategischem Partner steht das Millionen-Projekt auf einer soliden Basis. Das Unternehmen hat uns von Beginn an bei den komplexen Fragen zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz und der Finanzierung unterstützt. Wir schaffen die Energiewende!“

Marko Schmidt, verantwortlich für Energieerzeugung und Innovationen bei Harz Energie, betont die regionalen Effekte durch das Projekt: „Der Windpark wird Wertschöpfung in unserer Region halten. Aufträge für Wegebau, Fundamente oder Service-Dienstleistungen gehen wenn möglich an ortsansässige Firmen. Außerdem fließen die Gewerbesteuern in die kommunalen Kassen.“ Für weitere Projekte zeigt Schmidt sich aufgeschlossen. „Wir haben das Knowhow und bringen es ein. Mit Vorteilen für alle, denn die Erträge derartiger Projekte bleiben in der Region und stärken die Kaufkraft vor Ort. Menschen und Unternehmen profitieren also gleichermaßen vom umweltfreundlich erzeugten Strom.“

Vertragsunterzeichung Bürgerwindpark Hattorfer Berg

Stromerzeugung in Bürgerhand. Bürger aus Hattorf und Schwiegershausen wollen gemeinsam mit der Harz Energie einen Bürgerwindpark zwischen Hattorf und Schwiegershausen betreiben. Bei der Unterzeichnung der Verträge v.l.n.r: Marko Schmidt (Harz Energie GmbH & Co. KG), Wolfgang Reehuis (Windenergie Hattorf GbR) und Wilhelm Sonntag (Windenergie Schwiegershausen GbR).

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