Stromleitungen werden aus der Luft überprüft


Osterode am Harz, 18. Oktober 2017

Mit dem Hubschrauber werden Masten und Leitungen im gesamten Stromnetzgebiet der Harz Energie Netz GmbH abgeflogen. 

Was für den Betrachter fast schon so aussieht wie eine Stunt-Szene aus einem Action-Film, bedeutet in Wahrheit „nur“ hoch konzentrierte Arbeit für einen Hubschrauber-Piloten. Die Szenen können momentan mit etwas Glück am Himmel beobachtet werden. Denn zurzeit  lässt die Harz Energie Netz GmbH ihre Hochspannungsfreileitungen vom Hubschrauber aus überprüfen. Kontrolliert werden dabei insgesamt rund 450 Freileitungsmasten und etwa 140 Kilometer Freileitungen.

Die Masten sind bis zu 70 Meter hoch und ragen in Teilen des Oberharzes sogar über die Baumwipfel hinaus. „Bei dieser Höhe lassen sich vom Boden aus keine Blitzeinschläge und Schäden im Schutzanstrich feststellen. Da brauchen wir den Blick von oben“, erklärt Thomas Preiß, Leiter des Netzmanagements der Harz Energie Netz GmbH. „Die Inspektion mit dem Hubschrauber ist schnell und wirtschaftlich. Jeden einzelnen Mast zu besteigen wäre viel zu aufwendig und würde Wochen dauern. Außerdem sind einige Masten durch den dichten Wald von unten nur sehr schwer zugänglich.“

Besonders wird darauf geachtet, dass Bäume nicht in den Schutzbereich der Leitung hineinwachsen. Die Inspektion dauert in der Regel zwei bis drei Tage und wird von der Netzgesellschaft im 2-Jahres-Rhythmus ausgeführt. So können eventuelle Schäden aufdeckt und behoben werden, um eine störungsfreie Stromversorgung in der Region sicherzustellen. Die Stromkunden bekommen von alledem nichts mit. Die Stromleitungen bleiben während des Hubschraubereinsatzes in Betrieb.

Hintergrund

Hochspannung

Die Hochspannungsleitungen verbinden Münchehof, Clausthal-Zellerfeld, Altenau, Braunlage, Neuhof, Bad Lauterberg, Pöhlde, Herzberg und Kalefeld mit einer Spannung von 60.000 und 110.000 Volt. Die Masten sind aus Stahl, wiegen bis zu 20 Tonnen und sind bis zu 70 Meter hoch. Einmal im Jahr laufen die Stromexperten der Harz Energie Netzgesellschaft die komplette Hochspannungstrasse zu Fuß ab und begutachten die Betriebssicherheit. Alle zwei Jahre werden die oberen Abschnitte der Masten zur Kontrolle mit einem Hubschrauber abgeflogen.

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