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aktuell
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In aller Kürze
Fallstricke der Billiganbieter
Nur zwei der 49 Tarife von Billiganbietern, die
sich am häufigsten auf den vorderen Plätzen der
Internetportale tummeln, haben faire Vertrags-
bedingungen. Das ergab eine Analyse des
Kleingedruckten durch die Stiftung Warentest.
Zu den gängigen Fallstricken zählen Boni, die
nicht gezahlt werden, deutliche Preiserhöhun-
gen nach dem ersten Vertragsjahr, überhöhte
Abschläge und fehlerhafte Abrechnungen. Mehr
dazu unter
Zufriedene Stromkunden
67 Prozent der Stromkunden in Deutschland
sind mit ihrem Energieanbieter in höchstem
Maße oder sehr zufrieden. Weitere 29 Prozent
sind zufrieden. Das ist das zentrale Ergebnis
einer aktuellen, repräsentativen Verbraucherum-
frage des Bundesverbandes der Energie- und
Wasserwirtschaft gemeinsammit demMarktfor-
schungsinstitut prolytics market research. Die
hohe Sicherheit und Zuverlässigkeit der Strom-
versorgung schätzen 94 Prozent der Befragten.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis beurteilen 77
Prozent als angemessen bis sehr gut.
Brennstoffzellen im Feldtest
Der bundesweit größte Praxistest für Block-
heizkraftwerke (BHKW) mit Brennstoffzellen
lässt auf eine Marktreife ab 2015 hoffen. Die
beteiligten Anlagenhersteller vermelden eine
hohe Effizienzsteigerung und die Umsetzung
technischer Verbesserungen. Die Anlagen sei-
en dadurch kleiner, leichter und kostengünsti-
ger herzustellen. 350 solcher BHKW sorgen
bei dem vom Bund geförderten Feldtest in
Einfamilienhäusern für Strom und Wärme.
Wasserstoffpremiere der Thüga
Nach einem halben Jahr Bauzeit hat die
Frankfurter Demonstrationsanlage der Thüga-
Gruppe Ende 2013 erstmals Wasserstoff in
das Gasnetz eingespeist, der aus elektrischer
Energie gewonnen wurde. Das gelingt mithilfe
eines sogenannten Protonen-Austausch-
Membran-Elektrolyseurs. Dank dieser Technik
wird Strom in Form eines Wasserstoff-Erdgas-
gemischs speicherbar und lässt sich über das
Erdgasnetz in die Haushalte verteilen. Bis
Ende 2016 sollen mit der Power-to-Gas-Anla-
ge unter Praxisbedingungen Erfahrungen ge-
sammelt werden, berichtet Thüga-Vorstands-
mitglied Michael Riechel.
energie
Kai Pförtner, Bürgermeister Harald Dietzmann,
Bürgermeister Klaus Becker, Jan-Christoph
Ernst, Bauamtsleiter Thomas Christiansen und
Kommunalmanager Frank Uhlenhaut (v. l.) testen
das neue Serviceportal Straßenbeleuchtung
Defekte Laternen online melden
Serviceportal zur Straßenbeleuchtung in Osterode
„Das Portal erleichtert der Verwaltung die
Arbeit und bietet den Bürgern Transpa-
renz über die Abläufe“, bringt Thomas
Christiansen die Vorteile der Internetplatt-
form auf den Punkt, die die Harz Energie
Netzgesellschaft in Sachen Straßenbe-
leuchtung für die Kommunen bereitstellt.
Der Osteroder Bauamtsleiter kann bei
seiner Einschätzung auch auf die positi-
ven Erfahrungen der Samtgemeinde Bad
Grund zurückgreifen. Hier sind bereits
seit 2012 mehr als 1500 Laternen online
erfasst und werden von den Monteuren
des Unternehmens wartungstechnisch
betreut. „Das hat sich bewährt und wird
von den Bürgern gern und gut angenom-
men“, bestätigt Harald Dietzmann, Bür-
germeister von Bad Grund.
Das Prinzip ist einfach: Wer eine defekte
Laterne in der Kernstadt oder den Stadt-
teilen entdeckt, kann den Standort im In-
ternet melden. Unter
findet sich unter dem Menüpunkt für die
Straßenbeleuchtung ein Onlineformular
für die Störungsmeldung. Hier lassen
sich auch bereits bekannte Mängel und
die Reparaturintervalle verfolgen. Auch
gibt das Portal Auskunft darüber, wenn
sich die Reparatur verzögert oder um-
fangreiche Arbeiten notwendig sind.
„Diese wertvolle Serviceleistung der Netz-
gesellschaft nehmen wir gern in An-
spruch“, sagt Osterodes Bürgermeister
Klaus Becker nach eingehender Prüfung.
Er verbindet damit die Hoffnung, dass sich
durch den direkten Informationsfluss über
das Straßenbeleuchtungsportal auch die
Instandsetzungszeiten für die etwa 4400
Laternen verkürzen lassen: „Das erhöht
die Sicherheit unserer Bürger.“
Zum dritten Mal in Folge ist Harz Energie zum „TOP-Lokalversorger“ gekürt worden.
Sowohl im Strom- als auch im Erdgasbereich erfüllt der regionale Energieversorger die
Kriterien des unabhängigen Energieverbraucherportals. Mehr als 20 Indikatoren kom-
men bei der Bewertung zum Tragen. Dazu gehören die Servicequalität und die Ver-
braucherfreundlichkeit ebenso wie das Engagement für die Region und die Umwelt.
Aber auch eine transparente Preispolitik und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis zäh-
len zu den maßgeblichen Kriterien eines „Top-Lokalversorgers“.
Zum dritten Mal
TOP-Lokalversorger
Erneute Auszeichnung vom Verbraucherportal
Umweltschonend
zahlt sich aus
Zuschüsse für Fahrzeuge
Wer Erdgas im Tank hat, ist sparsam un-
terwegs. Nur rund die Hälfte der Kraft-
stoffkosten fällt im Vergleich zum Benzin­
antrieban.ZudemstoßenErd­gas­fahr­zeuge
weit weniger Schadstoffe aus, weshalb
sie schon jetzt den zu­künftig angestreb-
ten Normen entsprechen.
Harz Energie fördert den Kauf eines neu-
en Erdgasautos mit einem Zuschuss von
300 Euro. Das Angebot gilt bis zum 31.
Dezember 2014 und ist auf 20 Fahrzeuge
begrenzt.
Auch Ökostrom-Kunden, die im laufen-
den Jahr elektrisch mobil werden wollen,
können sich freuen. Egal ob Auto (zehn
Fahrzeuge), Motorrad oder Roller – Harz
Energie beteiligt sich mit bis zu zehn Pro-
zent an den Anschaffungskosten. Der
Zuschuss ist beim Auto auf 1000 Euro,
beim Motorrad auf 400 Euro und beim
Roller auf 200 Euro begrenzt. Infos im In-
ternet unter
An der Ladestation: Vertriebsleiter Andreas Grannemann, Bürgermeister Erik Homann, Harz
Energie-Geschäftsführer Dr. Hjalmar Schmidt und Mobilitätsexperte Andreas Sonnemann (v. l.)
Amerika erlebt offenbar einen Erdgas-
boom. Das kurbelt die Nachfrage an und
macht auch Erdgasfahrzeuge immer at-
traktiver. So hat zum Beispiel der Telekom-
munikationskonzern AT & T seine gesam-
te Flotte von Ford- und GM-Fahrzeugen
auf Erdgas umgestellt.
Das Unternehmen spart damit nicht nur
Geld beim Kraftstoff, sondern kann zu-
gleich mit Umweltfreundlichkeit punkten:
Erdgasmobile stoßen etwa 25 Prozent
weniger Kohlendioxid aus als Autos mit
Benzinantrieb und unterbieten die her-
kömmlichen Verbrennungsmotoren bei
Kohlenmon­oxid, Stickoxiden und Koh-
lenwasserstoff um bis zu 80 Prozent.
Tausende von Liefer- und Lastwagen, die
für AT & T fahren, tragen daher auch die
Mit Erdgas auf der Überholspur
Alternativer Antrieb in USA und Europa immer beliebter
passende Werbebotschaft: „Grüne Tech-
nologie – angetrieben mit Erdgas“.
Auch in Deutschland ist Erdgas als Kraft-
stoff auf der Überholspur. Im vergangenen
Jahr verzeichnete der Antrieb ein deutli-
ches Verkaufsplus. Und das, obwohl die
Absatzzahlen auf dem Automobilmarkt
insgesamt weiter rückläufig sind. Bei den
Zulassungszahlen legten Erdgasautos laut
Kraftfahrt-Bundesamt um rund 50 Prozent
zu und behaupteten damit ihren ersten
Platz unter den Alternativen.
Das starke Wachstum auf aktuell knapp
100000 Fahrzeuge wird vor allem mit der
Modelloffensive der Hersteller und der ho-
hen Ersparnis an der Tanksäule begrün-
det. Erdgasmobilisten tanken für die Hälfte
gegenüber Benzinfahrern.
Seesen tankt Ökostrom
Neuer Ladepunkt für Elektrofahrzeuge
Die neu gestaltete Straße Am Markt in Seesen ist seit Januar eine Anlaufstelle für Elek­
tromobile: An der Stromtankstelle von Harz Energie können Elektro-Autos, -Motorräder,
-Fahrräder und Segways ihre Akkus aufladen. „Elektromobilität ist ein zukunftsfähiges
Thema, mit dem wir unser Image als aktive und fortschrittliche Stadt stärken wollen“,
freut sich Bürgermeister Erik Homann. Er weihte zusammen mit Harz Energie-Geschäfts-
führer Dr. Hjalmar Schmidt den neuen Ladepunkt ein. Rund 70000 Euro hat das Unter-
nehmen in den Bau seiner sieben Stationen in Osterode, Goslar und Seesen investiert.
Mittelfristig will der kommunale Versorger im gesamten Geschäftsgebiet ein Netz von
Ladesäulen aufbauen, die ausschließlich Ökostrom liefern. „Herzberg und Torfhaus sind
als nächste Standorte in Planung“, kündigt Dr. Schmidt an.
Alternative weiter
steuerbegünstigt
Verlängerung geplant
Die neue Bundesregierung will die Steu-
erermäßigung für Erdgas als Kraftstoff
über das Jahr 2018 hinaus verlängern.
Damit wird der klimaschonende Antrieb
weiterhin durch günstige Kraftstoffpreise
gefördert.
Das Ziel, bis 2020 eine Million Elektroau-
tos auf Deutschlands Straßen zu brin-
gen, bleibt erhalten. Auch an der zehn-
jährigen Befreiung der E-Mobile von der
Kfz-Steuer wird festgehalten – Erstzu-
lassung bis 31. Dezember 2015.
Ab 2016 rechnen die Koalitionspartner zu-
dem mit dem Start der Wasserstoff- und
Brennstoffzellen-Technologie im Straßen-
verkehr.
Noch Fragen?
Sie erreichen Andreas Sonnenmann unter
05522/503-9345
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