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aktuell
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In aller Kürze
Expertentreffen in Goslar
„Nachhaltige Energieversorgung – Illusion oder
alternativlos?“ ist der Titel der Siebten Nieder­
sächsischen Energietage (net2014) am 8. und
9. Oktober in Goslar. Dabei geht es in Fachfo­
ren unter anderem um Themen wie nachhaltige
Mobilität und die Energiewende mit Wärme
und Gas. Die Veranstaltung, die Harz Energie
als Partner unterstützt, will Fachleute aus Politik
und Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft
sowie der Gesellschaft vernetzen und den Dia­
log über die Fachgebiete hinaus fördern.
„E.ON war hier nie heimisch“
Nach Gewerkschaftsaussagen will der Ener­
giekonzern E.ON 150 Stellen am Standort
Kassel streichen. „Das zeigt, dass E.ON allen
Be­teue­rungen zum Trotz niemals hier hei­
misch war,“ kommentiert Martin Rühl, Ge­
schäftsführer der Stadtwerke Wolfhagen (Nord­
­hessen) die An­kün­digung. Hintergrund ist der
Verkauf von 74 Prozent der E.ON-Anteile an
zwölf Landkreise und die Stadt Göttingen, die
den alten Un­ter­nehmens­namen EAM wieder
aufleben lie­ßen. Nicht veräußert hatte der
Konzern den Energievertrieb und damit die
Kunden.
50-Prozent-Marke geknackt
Mehr als die Hälfte des Strompreises wird in­
zwischen durch staatlich verordnete Abgaben
bestimmt. Laut einer aktuellen Untersuchung
des Bundesverbandes der Energie- und Was­
serwirtschaft (BDEW) zahlt ein Haushalt mit
drei Personen und einem Jahresverbrauch
von 3 500 Kilowattstunden monatlich 85 Euro
für Strom. Knapp 45 Euro davon entfallen al­
lein auf Steuern und Abgaben. Der Anteil er­
höhte sich damit in den vergangenen vier Jah­
ren von etwa 40 auf über 52 Prozent.
Werden Ziele verfehlt?
Die im Energiekonzept der Bundesregierung
für 2050 angepeilten Ziele werden wohl nicht
erreicht werden können. Führende deutsche
Wissenschaftler, darunter auch Forscher der
Prognos AG, kommen in einer gemeinsamen
Studie zu dem Schluss, dass statt der Halbie­
rung des Energieverbrauchs gegenüber 2008
nur ein Rückgang um 42 Prozent möglich ist.
Bei den Treibhausgasen prognostiziert die
Studie eine Emissionsminderung um 65 Pro­
zent. 80 Prozent sind angestrebt.
energie
Seit Juli bestimmen Bagger, Planierma­
schinen und Kräne das Bild an der Göt­
tinger Straße in Herzberg. Direkt neben
dem alten Umspannwerk von Harz Ener­
gie baut die Netzgesellschaft für rund 1,5
Millionen Euro eine neue, noch leistungs­
fähigere Anlage. Wurde bisher der Strom
von 60000 Volt auf Mittelspannung um­
gewandelt, wird künftig mit 110000 Volt
Hochspannung als Ausgangswert gear­
beitet. „Damit verbessern wir die Netzsta­
bilität entscheidend und sind gut vorbe­
reitet, um mehr Strom aus erneuerbaren
Energieträgern im Netz aufnehmen und
weiterleiten zu können“, erläutert Ulrich
Diestel, Geschäftsführer des regionalen
Betreibers.
Für die Stromverteilung im Südharz hat
das Umspannwerk Herzberg eine Schlüs­
selfunktion. Von hier aus werden neben
der Kernstadt auch Scharzfeld, Pöhlde,
Sieber, Elbingerode, Hörden und Hattorf
versorgt. „Mit Einschränkungen bei der
Stromversorgung ist während der Bauar­
beiten nicht zu rechnen“, betont Diestel.
Die Anlage soll bis Mitte 2015 fertigge­
stellt sein.
Das neue Umspannwerk ist Teil eines
nachhaltigen Umbaukonzeptes der Netz­
gesellschaft. Ziel ist es, die gesamte In­
fra­struktur der Verteilnetze und Anlagen
in der Region zu modernisieren. In den
vergangenen fünf Jahren wurden bereits
mehr als 40 Millionen Euro investiert.
Auch Bad Lauterberg (2008), Osterode
(2009) und Braunlage (2013) erhielten so
neue Umspannwerke. Für die Wirtschaft
vor Ort sind solche Projekte wichtige Im­
pulse. Denn das regionale Unternehmen
vergibt die Arbeiten bevorzugt an ortsan­
sässige Firmen.
110000 Volt
für Herzberg
Neues Umspannwerk
Das Caritas-Centrum Duderstadt setzt
verstärkt auf Erdgas als Kraftstoff: Als Er­
satz für ausgemusterte Fahrzeuge schaff­
te der katholische Verband jetzt vier weite­
re VW eco up! an. „Das rechnet sich für
uns aus wirtschaft­licher und ökologischer
Sicht“, freut sich Verwaltungsleitern Clau­
dia Philipp. Insgesamt 46 Autos hat die
Sozialstation in ihrem Fuhrpark. Mit den
ersten fünf Erdgasflitzern konnten im ver­
gangenen Jahr über zehn Prozent der
Tankkosten eingespart werden, hat sie er­
mittelt. Und mit einem Kohlendioxidaus­
stoß von nur 79 Gramm je Kilometer ist
der Erdgaszwerg zudem besonders kli­
maschonend unterwegs.
Die Konsequenz aus der guten Bilanz:
„Wo es machbar ist, werden wir weitere
Wagen durch Erdgasfahrzeuge erset­
zen“, kündigt Philipp an. Damit können
auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
im ambulanten Pflegedienst gut leben.
Caritas sparsam unterwegs
Erdgasflitzer im Pflegeeinsatz zahlen sich aus
So berichtet Pflegedienstleiterin Maria
Habich von „großer Zufriedenheit“. Das
Auto sei „wie jedes andere“ zu fahren, der
Motor laufe sehr leise und auch der Tank­
vorgang bedürfe lediglich einer einmali­
gen, kurzen Einweisung.
„Die elf Kilo Erdgas, die der Tank des eco
up! fasst, reichen im Schnitt für eine Stre­
cke von 275 Kilometern“, erläutert Mobili­
tätsexperte Andreas Sonnemann von
Harz Energie. Somit liegen die Verbrauchs­
kosten bei etwa 3,60 Euro pro 100 Kilo­
meter. Zudem profitiert das Caritas-Cent­
rum vom Förderbonus des regionalen
Energieversorgers. Harz Energie unter­
stützt jede Neuanschaffung eines Erdgas­
fahrzeuges mit 300 Euro.
Noch Fragen?
Sie erreichen Andreas Sonnemann unter
05522/503-9260
Maria Habich und Andreas Sonnemann beim
Betanken des Erdgasflitzers
Dirk Schaper, Geschäftsführer der Harz Energie Netzgesellschaft, beglückwünscht Andy Schmid
von den Rhein-Neckar-Löwen, der zum besten Spieler des Turniers gekürt wurde
Großbaustelle der Netzgesellschaft: In Herzberg entsteht ein neues Umspannwerk
Energiesparend haushalten
Öffentliche Gebäude in Gieboldehausen unter der Lupe
„Die Samtgemeinde Gieboldehausen
kann sich in Sachen Energieeffizienz se­
hen lassen“, lobt Marko Schmidt, verant­
wortlich für innovative Entwicklungen bei
Harz Energie. Er hat mit Hilfe eines neuar­
tigen Energiedaten-Monitorings den Ener­
gieverbrauch von öffentlichen Gebäuden
ermittelt und mit bundesweiten Durch­
schnittswerten ähnlicher Immobilien abge­
glichen. Vom Rathaus über Schulen und
Feuerwehrhäuser bis hin zu den Sporthal­
len wurde alles genau unter die Lupe ge­
nommen. Ergebnis: „Es gibt keine negati­
ven Ausreißer in Gieboldehausen. Hier
zeigt sich, wie wertvoll die zeitgemäße Sa­
nierung von Gebäuden und der Einsatz
modernster Wärmetechnik ist“, betont
Schmidt. Für Bürgermeisterin Marlies Dor­
nieden ist die gute Botschaft eine Bestäti­
gung: „Wir haben schon früh auf Fernwär­
me und Biogas gesetzt, und damit
Technologien genutzt, die langfristig die
Kosten senken und zum Klimaschutz bei­
tragen.“ Diesen Weg wollen die Verant­
wortlichen der Samtgemeinde konse­
quent weitergehen, ebenso wie sie bei der
energetischen Sanierung auf dem Laufen­
den bleiben wollen.
Doch an welchen Stellen und in welcher
Weise bieten sich Möglichkeiten zu wei­
teren Effizienzsteigerungen und Energie­
einsparungen? Um das zu ermitteln, bie­
tet Harz Energie den Kommunen sein
Monitoring-System an. „Dank der umfas­
senden Datenbasis und ihrer übersicht-
lichen Aufbereitung haben wir jetzt einen
genauen Überblick. Das ist wichtig, um
Entscheidungen über ökonomisch und
ökologisch sinnvolle Modernisierungs­
maßnahmen zu treffen“, sagt Dornieden.
Ilsenburg im Handballfieber
Mit einem 29:23-Sieg gegen den Vorjahressieger Rhein-Neckar-Löwen sicherte sich der
Deutsche Meister THW Kiel im Finale den Titelgewinn beim Klaus-Miesner-Gedenktur­
nier in Ilsenburg. In der ausverkauften Harzlandhalle wetteiferten sechs hochkarätige
Handballteams um den Harz Energie-Cup. „Spannende Spiele, Spitzenmannschaften
und eine großartige Stimmung. Das war wieder ausgezeichnete Arbeit vom Ilsenburger
Handballverein.“ Mit diesen Worten bedankte sich Geschäftsführer Dirk Schaper von der
Harz Energie Netzgesellschaft beim Vereinsvorsitzenden Michael Löwe für das zum 25.
Mal stattfindende Traditionsturnier.
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