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energie
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unterwegs
„Es ist einfach ein Genuss, den Caddy zu
fahren“, bekennt Hans-Jürgen Glomba
von Harz Energie. Seit einem guten hal­
ben Jahr ist er vorrangig mit dem kleinen
Nutzfahrzeug aus dem Hause Volkswa­
gen unterwegs, um die Post zwischen
den Standorten des regionalen Energie­
versorgers zu verteilen. Die Besonder­
heit: Das elektrisch angetriebene Vorseri­
enmodell ist noch in der Testphase, und
der 57-Jährige gehört zu den Auserwähl­
ten, die den Entwicklern wertvolle Hin­
weise zur Praxistauglichkeit des E-Mobils
liefern.
Weil viele technische Neuheiten das alter­
native Fahrzeug von herkömmlichen un­
terscheiden, war zuvor eine Schulung
durch Mitarbeiter von VW-Nutzfahrzeuge
in Hannover notwendig. Das problemlose
Fahren mit den Erdgasautos aus dem
Fuhrpark gewohnt, ließ sich Glomba zu­
gegebenermaßen mit einer gewissen
Skepsis auf die Umstellung ein. Vor allem
die Handhabung der drei Bremsgänge
am Lenkrad, die die Rückgewinnung der
Energie (Rekuperation) steuern, war ge­
wöhnungsbedürftig.
Doch nur wenige Fahrten später sind die
Leiser Fahrspaß
durch den Harz
Harz Energie-Fahrer testet neues E-Mobil
nötigen Handgriffe bereits
automatisiert. Zumal das
Automatikgetriebe ihm an­
sonsten kaum Arbeit ab­ver­
langt und sich der Wagen
selbst an Stei­gungsstrecken
als besonders spritzig er­
weist. „Das ist in unserer
Region sehr nützlich“, sagt
der Lautenthaler. Auch die
kaum wahrnehmbaren Fahr­
geräusche des Elektromotors empfindet
er als angenehm. Lediglich bei Geschwin­
digkeiten unter 40 Kilometern pro Stunde
lässt sich ein leises Brummen verneh­
men. Das soll im innerstädtischen Ver­
kehr Fußgänger auf das Fahrzeug auf­
merksam machen. „Wer schneller unter­
wegs ist, hört nur noch die Rollgeräu­
sche“, erläutert Glomba.
Bei allen Vorteilen kommt der Vielfahrer
doch nicht um zwei Mankos des neuen
Caddys herum: Reichweite und Lade­
dauer. Mit einer „Tankfüllung“ kommt er
nur etwa 110 Kilometer weit und muss
dann an einer Ladestation drei Stunden
nachladen. Glomba umgeht das, indem
er nicht mehr als 50 Prozent Entladung
zulässt und dann jeweils für „nur“ eine
Stunde an die Tanksäule zurückkehrt
oder das E-Mobil über Nacht in der hei­
mischen Garage an die Steckdose an­
schließt. Das ist mit einem speziellen Ka­
bel ebenso einfach wie das Aufladen an
den öffentlichen Tankstellen. Zu den Ver­
brauchskosten lässt sich aus der Erfah­
rung sagen, dass man mit dem Vorseri­
enmodell um rund ein Viertel günstiger
fährt als mit einem vergleichbaren Diesel­
fahrzeug.
Sein Fazit: Ein echter Fahrspaß, umwelt­
freundlich und günstig, wenn Energie­
speicherung und Ladevorgang weiter
verbessert werden.
Mobilität auf neuen Wegen
Ladesäulen und Zuschüsse für E-Mobile
Harz Energie nimmt bei der Förderung der Elektromobilität in der
Region eine Vorreiterrolle ein. Insgesamt fünf öffentliche Ladesäulen
installierte der Energieversorger. Zwei entstanden bislang in Ostero­
de und jeweils eine in Goslar und Seesen sowie die neueste am
Großparkplatz Torfhaus. Zwei weitere sind in Herzberg und in
Braunlage bereits im Bau. Alle Ladestationen liefern Ökostrom und
können Pkw, Fahrräder und Motorräder auftanken.
Damit möglichst viele Ökostrom-Kunden auf den alternativen An­
trieb umsteigen, hat Harz Energie zudem für 2014 ein Förderpro­
gramm aufgelegt. Das Unternehmen beteiligt sich mit maximal 200
bis 1000 Euro an den Anschaffungskosten für ein Auto, Motorrad
oder einen Roller. Auch im eigenen Fuhrpark finden sich unter­
schiedliche E-Mobile: Derzeit sind ein VW Caddy, ein VW up! und
ein Smart im Einsatz.
18000 der alten 35mm-Filme lagerten
zwischenzeitlich in Herzberg – einem der
größten Archive seiner Art in Deutschland.
Noch immer sind es 6 000 der fast schon
antiken, wagenradgroßen Spulen, die in
der Regel 600 Meter Zelluloidfilm tragen.
Ein Kinostreifen umfasst fünf bis sechs
davon. Jede sicher verpackt in einer Me­
talldose. Diese kompletten Filmpakete von
rund 25 Kilogramm Gewicht mussten von
Speditionen in die einzelnen Kinos aus­
geliefert werden, wo sie bis zum Ende
der Laufzeit blieben und dann erst den
Rückweg oder die Weiterreise antraten.
Hans-Jürgen Glomba bereitet die nächste Kurierfahrt vor
Abschlussparty
am Juessee
Festival und Lichterfest
Erst im Juli ging es beim 20. Herzberger
Juesseefest hoch her. Doch schon am
20. September lädt die Stadt gemeinsam
mit der Andockgruppe Stadtentwicklung
wieder ab 16 Uhr an das Seeufer ein. Das
beliebte Lichterfest und der Abschluss
des Filmfestivals am Harz warten mit vie­
len Höhepunkten auf. Auf zwei Seebüh­
nen lassen die Veranstalter die Filmge­
schichte Revue passieren, und auf einer
Videoleinwand werden die Wettbewerbs­
beiträge des Filmfestivals gezeigt. Live­
musik, Mitmachangebote, die See-Illumi­
nation und anderes mehr runden das
Programm ab. Mehr als 30 Vereine und
Verbände sind mit von der Partie und
Harz Energie als Unterstützer. Mehr Infos
unter
.
Hunderte von Kopien waren gleichzeitig
unterwegs, um alle Häuser zu bedienen.
Mit dem Einzug der digitalen Welt hat sich
der Versand grundlegend verändert. „Der
Film wird im DCP-Datenformat auf einer
Festplatte, nicht größer als ein Taschen­
buch an die Kinos geliefert, dort über­
spielt und geht direkt weiter zum nächs­
ten Kino“, berichtet Matthias Bick. Keine
schweren Kopien, geringer Transportauf­
wand und schneller Umlauf haben das
Verfahren damit für die Verleihfirmen
deutlich günstiger gemacht.
Und die Entwicklung geht weiter: Jetzt ist
schon die Übertragung der Filmdaten per
Satellit direkt auf den Server im Kino mög­
lich. Mit dem angestrebten Ausbau des
Glasfasernetzes ist in naher Zukunft damit
zu rechnen, dass die bewegten Bilder per
Datenautobahn in Windeseile ihre Lein­
wände erreichen. Ebenso wie die Kinokar­
ten bereits über das Internet gekauft, im
Smartphone gespeichert und am Saal­
eingang nur noch abgescannt werden
können. Auch das hat schon Einzug ge­
halten, ebenso wie die Kinos heute über
Facebook mit ihren Fans im Dialog stehen.
Im Gegensatz zu früher (Foto oben links) sind heute Popcorn und Softgetränk untrenn­
bar mit dem Kinobesuch verbunden. Auch die kleinen Filmtheater haben sich aller­
dings inzwischen auf weit mehr eingerichtet. In modernem Ambiente bieten sowohl die
Eichsfelder (oben rechts) als auch die Herzberger (unten) im Foyer reichlich herzhafte
und süße Snacks sowie allerhand Drinks an, um das Kinoerlebnis zu krönen.
Kinobesuch als Event
Von der Spule
auf die Datenautobahn
Rasante Entwicklung der Kinotechnik
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