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Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung
Deutschland ist Fußball-Weltmeister! Mit
diesem Tipp hat Jörg Bartnik ins Schwarze
getroffen und wurde unter allen richtigen
Einsendern als Hauptgewinner des Online-
Tippspiels zur WM aus dem Fam­i­lien­ka­
lender ausgelost. Der Bilshäuser Fuß­ballfan
kann sich jetzt auf ein Bundesliga­spiel sei­
ner Wahl im VIP-Bereich der Volkswagen
Arena in Wolfsburg freuen. Die gute Bot­
schaft samt Ticket-Gutschein überbrachte
Lisa Koschnitzke-Wirth aus der Marketing­
abteilung von Harz Energie.
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Modernisieren und Sparen
Strom und Wärme aus dem eigenen Kraftwerk
Gewerbe und Industrie setzen schon seit
vielen Jahren auf die Technik der Kraft-
Wärme-Kopplung. Auch in Schwimmbä­
dern, Verwaltungsgebäuden und Kran­
kenhäusern sind die Blockheizkraftwerke
(BHKW) längst keine Seltenheit mehr, weil
sie hoch effizient arbeiten und gleichzeitig
Strom und Wärme produzieren. Dank der
neuen Mikroanlagen wird die Technik jetzt
auch für Ein- und kleine Mehrfamilienhäu­
ser interessant.
„Insbesondere bei der Modernisierung
von Altbauten können die kleinen, erdgas­
betriebenen BHKW einen wichtigen Bei­
Einsatz der stromerzeugenden Heizung.
Denn nur wenn Wärme verbraucht wird,
kann das Aggregat auch Strom liefern und
überschüssige Mengen in das Stromnetz
einspeisen. Die eingespeisten Kilowatt­
stunden werden entsprechend vom Ener­
gieversorger vergütet. „Die Vorteile eines
BHKW kommen am besten zum Tragen,
wenn es möglichst konstant über das
ganze Jahr hinweg in Betrieb ist“, weiß der
Energieberater.
In einem durchschnittlichen Wohnhaus
wird die Anlage vor allem in der Über­
gangszeit und im Winter gefordert, wäh­
rend sie sich im Hoch­
sommer über lange
Strecken abschaltet.
Wird in den Ruhezei­
ten Strom benötigt,
muss er hinzugekauft
werden. Reicht hinge­
gen die Wärmepro­
duktion an sehr kalten
Tagen nicht aus, dann
deckt ein zusätzlicher
Brennwertkessel den
Spitzenbedarf ab.
So funktioniert auch
das Mikro-BHKW von
Manfred Beushausen,
der damit seine beiden
Häuser in Wulften ver­
sorgt. Die notwendige
Modernisierung seiner Ölheizung war vor
gut einem Jahr der Auslöser für den Um­
stieg. „Ich wollte weg vom Öl“, bekennt er,
und ein Gasanschluss war bereits vorhan­
den. Die neue Anlage ist kompakt im Kel­
ler untergebracht und „funktioniert ein­
wandfrei“. Zur Wirtschaftlichkeitsrechnung
kann er aufgrund der kurzen Laufzeit keine
genauen Angaben machen. Nur so viel:
„Wir haben nur noch die Hälfte der Strom­
kosten.“
Noch Fragen?
Sie erreichen die Energieberater unter
05522/503-8330
So funktioniert ein
Mikro-BHKW
Sehr hoher Wirkungsgrad
Dank der Kraft-Wärme-Kopplung zeichnet
sich die stromerzeugende Heizung durch
einen sehr hohen Wirkungsgrad aus.
Während in konventionellen Kraftwerken
40 bis 60 Prozent der eingesetzten Ener­
gie bei der Stromerzeugung selbst und
beim Transport verloren gehen, arbeitet
ein Blockheizkraftwerk mit nur etwa zehn
Prozent Verlust. Bis zu 90 Prozent der auf­
genommenen Energie kommt somit als
Wärme und Strom wieder heraus. Weni­
ger Brennstoffbedarf bedeutet im Um­
kehrschluss, dass auch bei der Emission
von Kohlendioxid gespart wird. Das
kommt der Umwelt zugute.
Herzstück der Anlage ist in der Regel ein
mit Erdgas versorgter Stirling- oder Ver­
brennungsmotor. Er erzeugt bei der Ver­
brennung mechanische Energie, die einen
Generator zur Stromerzeugung antreibt.
Die Wärme ist bei dieser Art der dezentra­
len Stromerzeugung kein Abfallprodukt,
sondern wird über einen Speicher für die
Versorgung des Hauses mit Heizwärme
und Warmwasser genutzt.
Weil sich das Mikro-BHKW aber nur ein­
schaltet, wenn Wärme gebraucht wird,
kann auch Strom nicht durchgängig zur
Verfügung gestellt bzw. in das Netz einge­
speist werden. Rentabel wird die Technik
für Eigenheimbesitzer nach den Erfahrun­
gen der Experten bei einem Wärmebedarf
von etwa 20 000 Kilowattstunden im Jahr.
Oder anders ausgedrückt: 3 500 Betriebs­
stunden sollte die Strom erzeugende Hei­
zung jährlich laufen.
Die Tage werden kürzer und das Thermometer fällt – höchste Zeit, die Heizungsanlage für
den Winter fitzumachen. Der Rund-um-Heizungscheck vom Fachbetrieb ist natürlich die
beste Wahl. Doch wer einige einfache Ratschläge befolgt, kann auch selbst dazu beitra­
gen, dass am Ende die Heizkostenabrechnung nicht zur bösen Überraschung wird:
fiehlt sich in regelmäßigen Abständen –
spätestens aber wenn die Heizung gluckert
– das kurze Öffnen per Hand, damit Luft
entweichen kann. Das sorgt für die gleich­
mäßige Erwärmung der Heizkörper.
Kontrolle der Thermostate:
Wenn sich
die Köpfe nur schwer drehen lassen oder
der Heizkörper nicht mehr auf die Rege­
lung reagiert, dann ist der Austausch fällig.
Auch in die Jahre gekommene Exemplare
werden schnell zu Energiefressern.
Programmierbare Thermostate:
Wenn
schon neu, dann ist der Ersatz durch pro­
grammierbare Thermostate ratsam. Sie
sind nicht teuer, leicht anzubringen, spa­
ren bis zu zehn Prozent Energie und sind
Alleskönner. Mit ihnen lässt sich für jeden
Heizkörper genau eintakten, wann er wel­
che Temperatur liefern soll.
Wer über die kleinen Handgriffe hinaus für
mehr Effizienz seiner Heizungsanlage sor­
gen will, der sollte über einen hydrauli­
schen Abgleich nachdenken. Er stellt si­
cher, dass in der Heizungsanlage stets die
richtige Wassermenge mit der richtigen
Temperatur zur richtigen Zeit am richtigen
Ort ist – und sich die Wärme gleichmäßig
im Haus verteilt. Dafür bedarf es aber ei­
nes ausgewiesenen Fachbetriebs.
Wasserdruck prüfen:
Mit einem zu nied­
rigen Wasserdruck kann auch die beste
Heizungsanlage nicht ihre volle Leistung
bringen. Haben Sie deshalb ein Auge auf
den Druckmesser (Manometer) und füllen
gegebenenfalls Wasser nach.
Rohrdämmung:
Durch Heizungs- und
Warmwasserrohre gelangt nur dann die
Wärme ohne große Verluste zum Heizkör­
per, wenn die Rohre gut eingepackt sind.
Zuschüsse für
Kraftwerk sichern!
Harz Energie fördert
Sie haben sich für das eigene Kraftwerk
im Keller entschieden, wollen selbst Wär­
me und Strom mit einem erdgasbetriebe­
nen Blockheizkraftwerk erzeugen? Dann
sind Sie bei Harz Energie richtig! Wir un­
terstützen unsere Kunden beim Einbau
einer Anlage mit einer elektrischen Leis­
tung von maximal vier Kilowatt mit einem
Zuschuss von 800 Euro.
Zögern Sie nicht lange, denn das Förder­
programm ist in diesem Jahr auf 15 Anla­
gen im Netzgebiet beschränkt.
Alle wichtigen Angaben finden Sie unter
oder lassen Sie sich
von unserer Energieberatung informieren.
Wir beraten Sie individuell, auch zu weite­
ren Fördermöglichkeiten.
trag zur Energieeinsparung und damit zur
umweltschonenden Wärme- und Strom­
erzeugung im Haushalt leisten“, sagt And­
reas Weidemeier, Energieberater bei Harz
Energie. Was einige Hausbesitzer aller­
dings noch abschreckt, sind die Investiti­
onskosten. Die Anschaffung ist etwa dop­
pelt so teuer wie bei einem konventionellen
Heizkessel. Je nach Anlage müssen 15000
bis 20000 Euro aufgebracht werden. Über
Förderprogramme vom Bund und von
Harz Energie (nebenstehender Bericht)
winken allerdings Zuschüsse.
„Für die Wirtschaftlichkeitsrechnung ist
der Wärmebedarf entscheidend“, erläutert
Weidemeier. Hier gilt die Faustformel: Je
höher der Bedarf an warmem Wasser und
Raumwärme ist, umso rentabler wird der
Ableser unterwegs
September:
Bilderlahe, Bornhausen,
Engelade, Freiheit, Goslar (Innenstadt und
Steinberg), Hattorf, Herrhausen, Herzberg,
Ildehausen, Kirchberg, Klingenhagen, Lonau,
Mechtshausen, Münchehof, Osterode,
Rhüden, Sieber.
Oktober:
Drübeck, Duderstadt, Freiheit,
Goslar (Innenstadt), Herzberg, Ilsenburg, Os­
terode, Stapelburg.
November:
Bernshausen, Duderstadt, Ger­
blingerode, Germershausen, Gieboldehau­
sen, Goslar (Sudmerberg und Ohlhof), Im­
mingerode, Mingerode, Obernfeld, Ostero­
de, Rollshausen, Seeburg, Seulingen, Tiftlin­
gerode, Westerode.
VIP-Karten für Bilshäuser Fußballfan
Fit für die kalte Jahreszeit
Einfache Kniffe helfen, die Heizungsanlage gut vorzubereiten
Spezielles Dämmmaterial ist erschwing­
lich, leicht zu verwenden und schützt vor
Energieverschwendung.
Heizkörper entlüften:
Wenn keine selbst­
entlüftenden Ventile installiert sind, emp­
Das eigene Kraftwerk gibt es inzwischen als kompaktes Mikro-BHKW
Heizungsrohre für den Winter gut verpacken
Lisa Koschnitzke-Wirth gratuliert Jörg Bartnik
Quelle: www.erdgas.info
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