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Sankt Andreasberger müssen Trinkwasser nicht mehr abkochen

(vom 23.10.2020)

Die Bürger in Sankt Andreasberg und den Ortsteilen Silberhütte, Oderberg und Oderhaus müssen ihr Trinkwasser nicht mehr abkochen.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Goslar hat das Abkochgebot heute aufgehoben. Mehrere Wasserproben an aufeinanderfolgenden Tagen wiesen keinen Bakterienbefund auf. Auch eine Kontrolle der Anlagen durch das Gesundheitsamt zeigte keine Mängel. Als Ursache werden organische Verunreinigungen vermutet, die nach dem dritten trockenen Sommer in Folge und starken Aufrissen im Boden, durch Niederschläge von der Oberfläche in die Förderbrunnen getragen wurden.

Bei Trinkwasserproben waren in der vergangenen Woche eine KBE Enterokokken/100 ml (KBE = koloniebildende Einheit) und eine MPN coliformer Keime/100 ml (MPN = most probable number) festgestellt worden. Das Gesundheitsamt des Landkreises Goslar hatte daraufhin vorsorglich ein Abkochgebot für Trinkwasser in Sankt Andreasberg erlassen. 

Trinkwassernetz und Anlagen in Sankt Andreasberg wurden seitdem täglich (auch am Wochenende) desinfiziert. Ein Förderbrunnen wurde vorsorglich vom Netz genommen. Schon ab Montag, dem 19.10.2020 entsprach die Trinkwasserqualität wieder den strengen Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Vorsorglich behielt das Gesundheitsamt das Abkochgebot noch bis zum heutigen Freitag aufrecht.

Das Trinkwasser für Sankt Andreasberg wird zu 100% über drei Förderbrunnen im Wasserwerk Odertal gewonnen. Das Netz hat keinen Verbund zu anderen Netzen oder zu einem Fernwassernetz. Die Ortsteile Oderbrück, Sonnenberg und Odertaler Sägemühle waren von dem Abkochgebot nicht betroffen.

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