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Fünf weitere Jahre Vorhang auf für das Kulturkraftwerk HarzEnergie!

(vom 24.07.2019)

Ausgezeichnete Partnerschaft erneut besiegelt.

Eine „ausgezeichnete“ Partnerschaft wird fortgesetzt. Wenige Wochen nach dem 15. Jahrestag der Eröffnung des Kulturkraftwerks verlängerten der Vorsitzende des Förderkreises Goslarer Kleinkunsttage e. V.  Walfried Lucksch und die Harz Energie-Geschäftsführer Dr. Hjalmar Schmidt und Konrad Aichner heute den Kooperationsvertrag für das Kulturkraftwerk vorzeitig um weitere fünf Jahre.

Kulturkraftwerk
Das Kulturkraftwerk in Goslar

Am 5. August 2003 wurde aus dem 1909 errichteten Elektrizitätswerk in Goslar das „Kulturkraftwerk Harz Energie“. Ein langfristiger Kooperationsvertrag ermöglichte es dem Verein, das heute über 100 Jahre alte Gebäude, in dem bis 1959 mit U-Boot-Motoren Strom für Goslar erzeugt wurde, in einen außergewöhnlichen Spielort für Kabarett, Figurentheater, Kinderprogramme und Live-Musik zu verwandeln. Heute ist es aus der niedersächsischen Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken.

„Nicht umsonst ist das Kulturkraftwerk mit dem Kulturkontaktepreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet worden“, lobt Dr. Schmidt die bemerkenswerte Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kultur. „Mit der langfristigen Vertragsverlängerung wollen wir das herausragende Engagement des Förderkreises würdigen und dem Verein frühzeitige Planungssicherheit für die weitere Entwicklung geben“, betont der scheidende Geschäftsführer.

Als Eigentümer stellt das Unternehmen dem Verein seit 2003 Gebäude und Grundstück mietfrei zur Verfügung. Außerdem kümmert es sich um die Außenanlagen, Elektrik und Fassade, und hält  für Veranstaltungen kostenfreie Besucherparkplätze bereit. Einen besonderen Glanzpunkt setzt die installierte Außenbeleuchtung des Industriedenkmals.

„Kultur spielt in unserem Leben eine wichtige Rolle und prägt mehr denn je das Bild einer Region. Kulturangebote sind zudem heute ein bedeutender Standortfaktor. Die Förderung von Kultur schafft  damit Mehrwerte für die Bürger und Bürgerinnen“, begründet Aichner die Motivation der Harz Energie für die langfristige Unterstützung.

Walfried Lucksch zeigt sich dankbar für das bisher Erreichte: „Getragen vom unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz unserer Mitglieder, schreibt die Spielstätte seit 15 Jahren eine Erfolgsgeschichte. Diese wäre aber nicht möglich, wenn es nicht Unternehmen wie  Harz Energie und die vielen anderen Förderer gäbe, die unser Wirken so tatkräftig unterstützen. Der damals eingeschlagene Weg hat sich ausgezahlt. Das beweisen uns die vielen ausverkauften Veranstaltungen und das große Lob der Künstler, die die besondere Atmosphäre des Hauses hervorheben“.

Ausruhen will sich der Verein auf seinen Lorbeeren nicht. Er will weiterhin in die Qualität des vielfältigen Programms investieren, aber auch in die Technik, um den steigenden Ansprüchen von Künstlern und Publikum viele weitere Jahre gerecht zu werden.

Am 31. August 2019 soll das Jubiläum dann auch ausgiebig gefeiert werden. In einer Langen Jubiläums-Mix-Nacht freut sich das Kulturkraftwerk auf ganz besondere Gäste:
Die A-Capella-Formation  „OPERA“ präsentiert sich in neuer  Besetzung. Außerdem im Programm ist die Kult-Mix-Show KULTURSALON „on Tour“, seit 10 Jahren unfassbar erfolgreich und das erste Mal im Kulturkraftwerk zu Gast. Mit Jazz Vehicle soll der besondere Abend dann ausklingen. Das Goslarer Sextett besticht  nicht nur durch den ungewöhnlichen Sound der Besetzung, sondern auch durch eine Auswahl von Stücken, die vor (fast) keinem Genre halt macht. Garantiert: groovy, funky – und immer für eine Überraschung gut. 

Hintergrund:

Wechselvolle Geschichte des Gebäudes

Mit einer Pionierleistung beginnt die Geschichte des E-Werks an der Hildesheimer Straße, denn für eine kleine Stadt wie Goslar war ein eigenes Gleichstromkraftwerk 1909 keineswegs alltäglich. Zunächst verrichtet ein für den U-Boot-Antrieb gebauter Dieselmotor die Arbeit. 1928 kommt eine zweite Dieselmaschine hinzu. Inzwischen haben die Nordharzer Kraftwerke (NKW) die Energieversorgung übernommen. 1949 beginnt in Goslar die Umstellung auf ein Wechselstromnetz, das nach weiterem Ausbau und Neubau von Umspannstationen 1959 alle Haushalte und Betriebe versorgt. Am 20. August 1959 haben die U-Boot-Motoren endgültig ausgedient. Die Kraftwerkseinrichtungen werden abgebaut und machen Platz für die Druckerei Toegel und später die Nordharzer Druckerei Lehmann. Auch das Versandhaus Quelle hat hier für kurze Zeit ein Logistikstandbein, bevor NKW und später Harz Energie die Räume als Lager nutzen. 2004 ist es so weit: Das alte E-Werk öffnet als Kulturkraftwerk HarzEnergie seine Tore und erfreut sich seither großer Beliebtheit bei Publikum und Künstlern. Gemeinsam schlagen Förderkreis Goslarer Kleinkunsttage e.V. und Harz Energie ein neues Kapitel in der Geschichte des alten Industriedenkmals auf.

Wie die Goslarer Kleinkunsttage sesshaft wurden

2004 wurde der Förderkreis Goslarer Kleinkunsttage e.V. sesshaft. Damit begann im damals 25. Jahr der Kleinkunsttage eine neue Ära, gehörte es doch bis dahin zum Konzept, alljährlich zehn Veranstaltungen an verschiedenen Spielorten anzubieten. „Das war wirtschaftlich und organisatorisch nicht mehr zu stemmen“, erinnert sich der damalige Vorsitzende Tristan Niewisch an steigende Kosten, schrumpfende öffentliche Zuwendungen und immer neue Anforderungen. Es war eine Zeitungsmeldung über einen geplanten Lagerneubau, die eine Vision weckte: Wie wäre es, wenn das von Harz Energie als Lager genutzte alte E-Werk künftig als Bühne diente? Schnell waren sich Energieversorger und Kunstförderer einig. Der Vertrag wurde zunächst auf zehn Jahre bis 2014 geschlossen und sah Mietfreiheit gegen selbst organisierten Innenausbau vor. Ein gutes halbes Jahr später starteten die rührigen Förderkreismitglieder in ihre erste  Spielzeit mit festem Standort. Die traditionellen  Kleinkunsttage sind seither in ein ganzjähriges Programm integriert, das für jeden Geschmack und jedes Alter etwas bietet. Dafür engagieren sich 27  tatkräftige Vereinsmitglieder sowie rund 90 Fördermitglieder und Sponsoren. 

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