Nobelpreisträger aus der Bergstadt

Der Pionier der modernen Bakteriologie war ein Oberharzer. Der weltbekannte Mediziner Robert Koch kam am 11. Dezember 1843 in Clausthal zur Welt. Vor seinem Elternhaus am Kronenplatz erinnert eine Büste an den Wissenschaftler.

Noch immer lässt sich in der Bergwerksstadt auf den Spuren Robert Kochs wandeln: Ein Stadtrundgang führt unter anderem zum Haus seiner Jugend, zu seiner Taufkirche und über die Straße, die nach ihm benannt wurde. Seinen Namen trägt auch ein Bundesinstitut: Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung, wenn es um Krankheitsüberwachung und -prävention geht. Eine Außenstelle befindet sich seit den 1990er-Jahren in Wernigerode. Sie diente bis dahin der DDR als Bakterienforschungsstätte.

Aktuell ist das RKI die Institution in Deutschland, die während der Corona-Pandemie Zahlen zur Ausbreitung des Virus liefert, Maßnahmen und Strategien zum Schutz vor Ansteckung mit COVID-19 bietet.

Robert Koch war erster Direktor des 1891 neu gegründeten Königlich Preußischen Instituts für Infektionskrankheiten, Vorläufer des RKI. Die Einrichtung sollte den Kampf gegen Infektionskrankheiten aufnehmen, denn im 19. Jahrhundert starben allein in Deutschland Hunderttausende Menschen an Krankheiten wie Tuberkulose, Cholera, Diphtherie und Wundinfektionen.

Bereits 1876 hatte Koch mit seiner Forschung an Milzbrand herausgefunden, dass die Krankheit durch einen einzigen Erreger ausgelöst wird. Er hatte damit als Erster nachgewiesen, dass ein Mikroorganismus die Ursache für eine Infektionskrankheit ist. Ab 1880 baute er am Kaiserlichen Gesundheitsamt in Berlin die bakteriologische Methodik aus. Zwei Jahre später wurde er weltberühmt: Er machte die Entdeckung des Tuberkulose-Erregers publik, wofür er 1905 den Nobelpreis für Medizin erhielt. Seine Erkenntnisse über die Verbreitungswege der Cholera und die daraus resultierenden, erforderlichen Hygienemaßnahmen halfen 1892 in Hamburg dabei, eine schwere Cholera-Epidemie einzudämmen.

Bahnbrechende Forschung

Als drittes von insgesamt 13 Kindern war Koch in einer Bergmannfamilie in Clausthal aufgewachsen. Am humanistischen Gymnasium in der Graupenstraße machte er 1862 das Abitur. In Göttingen studierte er Medizin, promovierte 1866 und legte anschließend das Staatsexamen in Hannover ab. Er war Landarzt in der Provinz und Lazarettarzt im Deutsch-Französischen Krieg. Ab 1872 war er in Wollstein, dem heutigen Wolsztyn in Polen, tätig und begann dort seine bahnbrechende Forschung. Kochs besonderer Verdienst war, dass er bakteriologische Techniken und Methoden entwickelte, um Erreger nachzuweisen. Er gilt mit dem Franzosen Louis Pasteur als Wegbereiter der Mikrobiologie. Koch starb am 27.Mai 1910 in Baden-Baden.

 

 

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